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Pflegeakademie startet Ausbildung trotz Corona 20.04.2020

Pflegefachkräfte werden nicht nur aktuell in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gebraucht, sondern auch in der Zukunft. Die Bielefelder Akademie für Pflegeberufe hat jetzt erstmalig mit der seit Anfang 2020 geltenden generalistischen Ausbildung begonnen. In Zeiten von Corona etwas anders.

Zum 1. April haben 28 Auszubildende ihre Ausbildung zur/zum Pflegefachfrau/-mann aufgenommen. Unter Corona-Bedingungen erfolgte der Start in der Pflegeakademie (früher: AWO-Fachseminar für Altenpflege) jedoch in besonderer Form. Rüdiger Schnier, Leiter der Einrichtung der AWO OWL, und Therese Niestroj, Kursleiterin, begrüßten alle Teilnehmer*innen einzeln und mit dem notwendigen Abstand. Ein Einzelgespräch wurde durchgeführt und das Lehrbuch ausgehändigt.

Von den jungen Frauen und Männern wurde der Start begrüßt. Maximilian Derksen (Ausbildungsbetrieb: Zentrum für Pflege und Gesundheit) sieht der Ausbildung positiv entgegen: „Gut, dass die Ausbildung nicht verschoben wurde. Ich hatte bereits meinen Arbeitsvertrag gekündigt.”

Für alle geht es jetzt erst einmal in den „theoretischen Unterricht im häuslichen Umfeld“. Rüdiger Schnier: „E-Learning zuhause hat das Land NRW als eine Möglichkeit der Weiterführung der Ausbildung in Zeiten von Kontaktbeschränkungen per Erlass erlaubt.“
Bereits vor Ausbildungsbeginn haben alle Auszubildenden mit Unterstützung der Pflegeakademie ein „Home-Office“ eingerichtet. Laptops wurden verliehen. Einzelarbeitsplätze in der Pflegeschule angeboten. Therese Niestroj: „Ein fester Stundenplan, feste Sprechzeiten der Dozent*innen, konkrete Arbeitsaufträge und Telefonkonferenzen erleichtern den Einstieg.“ Virtuelle Kleingruppen zur Online-Diskussion von Aufgaben ergänzen die Unterstützung. Dreh- und Angelpunkt für alles ist die Webseite der Pflegeschule. Hier werden alle Informationen zur Verfügung gestellt.

Der Online-Start ist für die jungen Menschen kein Problem. Amina Mohammad (Ausbildungsbetrieb: Städtisches Klinikum): „Ich habe mich darauf gefreut, in der Ausbildung Menschen kennenzulernen. Es ist aber gut so, mit dem persönlichen Gespräch zu beginnen. Auch die Kleingruppen finde ich gut.“

Therese Niestroj und Rüdiger Schnier wünschen den Auszubildenden alles Gute. In den nächsten drei Jahren werden sie alle Bereiche der Pflege theoretisch und praktisch kennenlernen. Erst im letzten Jahr gibt es eine Spezialisierung in Richtung Krankenhaus oder Pflegeeinrichtung. In allen Bereichen werden sie gebraucht.

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